{"id":1933,"date":"2024-02-29T09:36:55","date_gmt":"2024-02-29T08:36:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bio-circle.de/blog\/?p=1933"},"modified":"2024-03-01T08:36:00","modified_gmt":"2024-03-01T07:36:00","slug":"nachhaltige-industrie-in-zeiten-des-klimawandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bio-circle.de/blog\/nachhaltige-industrie-in-zeiten-des-klimawandels\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Industrie in Zeiten des Klimawandels"},"content":{"rendered":"

Nachhaltige Industrie in Zeiten des Klimawandels <\/strong><\/h1>\n

Die weltweiten Auswirkungen des Klimawandels haben eine dringende Notwendigkeit f\u00fcr nachhaltige Praktiken in allen Sektoren unserer Gesellschaft aufgezeigt. Insbesondere die Industrie steht im Zentrum dieser Herausforderung, da sie einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen und den Ressourcenverbrauch hat. In diesem Kontext werden die Bem\u00fchungen um Nachhaltigkeit immer relevanter, da sie nicht nur die Umweltauswirkungen mindern, sondern auch eine zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Wirtschaft f\u00f6rdern. Ein Verst\u00e4ndnis grundlegender Konzepte, wie des Treibhauseffekts, der CO\u2082-Kompensation und -Einsparung, sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen, sind wichtige Bausteine f\u00fcr die Entwicklung einer nachhaltigeren Industrie. Doch welchen Einfluss haben die von der EU gesetzten Ziele f\u00fcr Chemikalien und gef\u00e4hrliche Stoffe?<\/p>\n

Nachhaltige Industrie und Klimawandel<\/strong><\/h2>\n

Der Klimawandel resultiert aus menschlichen Aktivit\u00e4ten wie dem Verbrennen fossiler Brennstoffe und dem damit verbundenen Aussto\u00df von Treibhausgasen. Das Konzept der Nachhaltigkeit zielt darauf ab, Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen, ohne k\u00fcnftige Generationen zu beeintr\u00e4chtigen. Der Zusammenhang liegt darin, dass nachhaltige Praktiken, wie die Reduzierung von Emissionen und effizienter Ressourceneinsatz, den Klimawandel begrenzen und eine lebenswerte Umwelt auch in Zukunft erhalten sollen.<\/p>\n

Unterschied nat\u00fcrlicher und anthropogener Treibhauseffekt<\/strong><\/h3>\n

Der nat\u00fcrliche Treibhauseffekt wird durch Gase wie Wasserdampf erm\u00f6glicht, die die Strahlung in der Atmosph\u00e4re beeinflussen. Die daraus resultierende Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re erm\u00f6glicht das Leben auf der Erde. Die menschengemachten Emissionen von Treibhausgasen verst\u00e4rken den nat\u00fcrlichen Treibhauseffekt. Die st\u00e4rkere W\u00e4rmestauung in der Atmosph\u00e4re f\u00fchrt zu einer unnat\u00fcrlich schnellen Erw\u00e4rmung der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Dabei spricht man von dem anthropogenen Treibhauseffekt.<\/p>\n

\"Unterschied<\/p>\n

CO\u2082-Kompensation vs. CO\u2082-Einsparung \u2013 Was ergibt mehr Sinn?<\/strong><\/h3>\n

Die Debatte zwischen CO\u2082-Kompensation und CO\u2082-Einsparung ist ein viel diskutiertes Thema im Rahmen von Nachhaltigkeitsbem\u00fchungen. W\u00e4hrend die Kompensation eine finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr treibhausgasreduzierende Investitionen bedeutet, konzentriert sich die Einsparung auf die Optimierung von Prozessen, um effektiv weniger CO\u2082 auszusto\u00dfen. Die Langsamkeit des CO\u2082-Abbaus in der Erdatmosph\u00e4re macht Einsparungen jedoch entscheidender, da die Kompensation allein zu kurzfristig zu sein scheint.<\/p>\n

Was bedeutet Nachhaltigkeit?<\/strong><\/h3>\n

Die meistgenutzte Definition der Vereinten Nationen von 1987[1]<\/a> beschreibt Nachhaltigkeit als die Befriedigung der gegenw\u00e4rtigen Bed\u00fcrfnisse, ohne die M\u00f6glichkeiten zuk\u00fcnftiger Generationen einzuschr\u00e4nken. Dieses Konzept umfasst \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Nachhaltigkeit als die drei S\u00e4ulen, die eine ausgewogene und lebenswerte Gesellschaft schaffen.<\/strong><\/p>\n

Mit der gegenw\u00e4rtigen Aussterberate von etwa 150 Arten pro Tag[2]<\/a>, einem der gr\u00f6\u00dften Massensterben seit 66 Millionen Jahren, wird deutlich, dass Nachhaltigkeit f\u00fcr alle Lebensformen auf der Erde von entscheidender Bedeutung ist.<\/p>\n

Obwohl Deutschland nur etwa zwei Prozent[3]<\/a> des weltweiten CO\u2082-Aussto\u00dfes verursacht, liegt der pro-Kopf-Aussto\u00df j\u00e4hrlich bei etwa 10,5 Tonnen CO\u2082[4]<\/a>, doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt. Gesetzliche Verpflichtungen aus dem Klimaschutzgesetz (Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG)) und der Green Deal der EU[5]<\/a> fordern eine drastische Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030.<\/p>\n

Nachhaltige Chemikalienstrategie f\u00fcr die Industrie<\/strong><\/h2>\n

Der Green Deal der EU verfolgt das Ziel einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsf\u00e4higen Wirtschaft bis 2050. Dies erfordert innovative Ans\u00e4tze in der Industrie, wie die Schaffung neuer M\u00e4rkte f\u00fcr klimaneutrale Produkte, eine nachhaltige Chemikalienstrategie und die F\u00f6rderung von sicheren und nachhaltigen Alternativen. Durch das Verbot und der Reduzierung sch\u00e4dlicher Chemikalien und Investitionen in gr\u00fcne und digitale Innovationen sollen einige der Ziele erreicht werden.<\/p>\n